Patenschaft für Kinderdorf in Salvador de Bahia, Brasilien

Partner: Missionszentrale der Franziskaner,  Schwester Paulina

Fördersumme:  14.000,--

Diese Patenschaft führen wir in einem ganz engen Kontakt mit Hilfe von Schwester Paulina, die wir von einem Besuch in Deutschland kennen. So klein ist die Welt: Unser Mitglied Pfarrer Keller aus Fussingen kennt Schwester Paulina schon aus seiner Zeit in der Mission im Norden Brasiliens

Das Kinderheim in der Nähe von Salvador de Bahia steht offen für Kinder vom Kindergartenalter bis zum Teenager. Die Franziskanerinnen sorgen mit diesem Heim dafür, dass die Straßenkinder der Millionenstadt ein Dach über dem Kopf, Essen Kleidung und Ausbildung haben.

Straßenkinder sind eines der schlimmsten Ergebnisse von Armut, Ungerechtigkeit und staatlicher Ignoranz in Brasilien. Sie kommen aus zerütteten Familien der Unterschicht , als Ergebnis der Landflucht, aber auch aus über Generationen sozial deklassierten Schichten als Ergebnis der Sklaverei, die im Norden Brasilien besonders ausgeprägt war. So ist ein Unrecht die Wurzel des nächsten.

Viele dieser Kinder haben traumatische Erlebnisse hinter sich. Gewalt und Vergewaltigung in der Familie. Prostitution, Kriminalität und Drogen. Der normale Alltag auf der Straße ist geprägt von Betteln und Kleindiebstählen, was wiederum dazu führt, daß regelrechte Killerkommandos, die von der lokalen Geschäftwelt illegal neben der Polizei bezahlt werden, regelrecht Jagd auf diese Kinder machen. In der Nacht finden sie dann in irgendeinem Winkel Schlaf, nachdem sie mit dem einatmen von Lösungsmitteln aus einer Plastiktüte eingenebelt haben um den Hunger zu vergessen.

Die Franziskanerinnen vermitteln diese Kinder daher bei jeder Gelegenheit, insbesondere zu den Feiertagen, in Gastfamilien um ihnen zu helfen, sich einem skandalösen Umfeld heraus wieder in normale soziale Beziehungen hinein zu integrieren.

Die Prinzipien des Kinderdorfes stehen sehr in Übereinstimmung mit den Grundsätzen unseres Vereins: „Hilfe zur Selbsthilfe“ und „enger Kontakt zu Projektleitung“.Ein großer Teil des Budgets des Kinderdorfes wird aus dem Betrieb einer eigenen Bäckerei erzielt.

Die Produkte werden weit über die direkte Nachbarschaft hinaus vertrieben. Darüber hinaus bietet die Bäckerei Lehrstellen für die älteren Kinder. Genauso wie die eigene Küche aus der die Bewohner des Kinderheimes verpflegt werden.

Im Rahmen einer großzügigen Einzelspende konnten wir im Jahre 2005 eine Generalrenovierung der gesamten Großküche und der dazugehörigen Vorratsräume finanzieren.

zurück